5. Bundesliga-Relegation in Gr. Lafferde: Weit mehr als nur 17 Spiele

10.06.2019

Die Bundesliga-Relegation 2019 am Lafferder Busch ist wieder Geschichte. „Wir waren der erste Verein, der zum fünften Mal in Folge die Bundesliga-Relegation ausrichten durfte“, erzählt Handballwart Steffen Slabon vier Stunden nach dem letzten Spielabpfiff in gemütlicher Runde. Es ist Sonntag, 02.06.2019 gegen 15:00 Uhr. Neben Slabon sitzen die verbliebenen Helfer und der Rest des Orga-Teams um Dennis Bühn und Christoph Meyer im Schatten der Kastanie auf der Tischtennis-Platte.

 

Zwei Stunden vorher putzten über ein Dutzend Helfer der MA-Jugend und der 1. Herren die Sporthalle. „Für die Ausrichtung der Bundesliga-Relegation ist die Haftwachsnutzung vorgeschrieben. Wir können die Relegationen nur ausrichten, weil wir für die Wochenenden vom Landkreis Peine eine Ausnahmegenehmigung vom Haftwachsverbot bekommen“, erklärt Pressewart Christoph Meyer, während die Spieler auf Pezzibällen liegend durch die Halle wischen. Rückblickend wurden für beide Wochenenden nicht nur unzählige helfende Hände bei der Hallenreinigung gebraucht, sondern mehr als 70 Helferschichten besetzt.

 

Viele Helferinnen und Helfer brachten Salate und Kuchen mit. Insbesondere Dennis Bühn, Trainer der Groß Lafferder 1. Herren, zeigte sich beeindruckt vom Talent seiner Mannen: „Man traut es ihnen ja gar nicht zu, aber viele meiner Spieler scheinen ein ungeahntes Talent am Backofen zu haben“, schmunzelt Bühn. Neben Kuchen gab es auch eine große Auswahl an Salaten aller Art, wobei „der Bulgursalat unsere Torwartneuzugangs unangefochten an der Spitze stand und hervorragend schmeckte“.

 

Nicht nur viele Herrenspieler gaben im Vorfeld der Spiele ihre Premiere am Backofen. Neu im Einsatz waren auch die „Harztürme“, die Christian Preen extra für die Relegationsrunde baute. Die Türme wurden mit dem Haftmittel Trimona White Shark bestückt und reichlich benutzt. Die Spuren der Nutzung wurden – wie bereits erwähnt – in toller Arbeit von den Spielern weggemacht. Klebte es zu Beginn des Putzeinsatzes noch relativ ordentlich auf dem Boden, glänzte dieser im Anschluss der Reinigung.

 

Während der Turniere verfolgten nicht nur viele Fans von Nah und Fern die Spiele. Viel Handballprominenz ließ sich am Lafferder Busch blicken. So ließ sich Gerald Oberbeck, Geschäftsführer und Drittligatrainer von Eintracht Hildesheim, die Möglichkeit nicht entgehen, den Eintrachtnachwuchs anzuschauen. Neben Oberbeck waren auch unter Anderem die Landestrainerin des niedersächsischen Handballverbandes Christine Witte und der Vorsitzender der Handballregion SüdOst Niedersachsen Olaf Denecke zu Gast. Lobende Worte für die Organisation fand auch der ehemalige Olympia-Schiedsrichter und Vizepräsident des Deutschen Handballbundes Wolfgang Gremmel, der seit einem guten Monat Ehrenpräsident des Handballverbandes Niedersachsen ist.

 

„Wir freuen uns sehr über die große Anerkennung, die wir insbesondere auch von den Offiziellen für unsere Arbeit bekommen“, verweist Bühn auf den großen Aufwand des MTV. „Was man jedoch nicht unterschlagen darf, ist, dass die Mannschaften auch einen immens großen Aufwand für dieses Turnier leisten.“ Hier spielt er insbesondere auf die weiten Anfahrten an: Gerade in der ersten Relegationsrunde hatten alle sieben Mannschaften und die Schiedsrichter zusammengerechnet eine Anfahrt von 1.970 Kilometern. Spitzenreiter ist die NSG EHV/Nickelhütte Aue, die 350 km zurücklegten. Dicht gefolgt sind die Erzgebirger Bundesligaaufsteiger von den Unparteiischen aus der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel (280 km). „Es mag vielleicht auf den ersten Blick verwundern, Schiedsrichter aus Kiel, Dresden und Lemgo in Groß Lafferde anzusetzen, aber auch für die Schiedsrichter ging es am Lafferder Busch um den Aufstieg in den Bundesliga-Kader“, erklärte der Schiedsrichter-Coach des Deutschen Handballbundes vor Beginn des Turniers in der technischen Besprechung.

 

„Insgesamt können wir uns über einen sehr harmonischen Verlauf des Turnieres freuen. Die Teams, die Schiedsrichter und auch unsere Helfer nahmen viel auf sich und so konnten wir wieder als gelobter Ausrichter fungieren“, bedankt sich Handballwart Slabon bei allen Helferinnen und Helfern des MTV Groß Lafferde. Und so ist die Meinung der verbliebenen Helfer auf der schattigen Tischtennisplatte am Ende doch eindeutig: Der große Aufwand hat sich gelohnt und über eine erneute Chance, die nächste Relegationsrunde 2020 in Groß Lafferde auszurichten, würden sich Mannen um das Orga-Teams mehr als freuen.

 

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